Häufige Fragen Hier finden Sie Anworten zu den häufigsten Fragen im Bereich Brandschutz und Öfen.


Was muß ich beim Kauf bzw. Aufstellen eines Kaminofens beachten?

PfeilWichtigstes Kriterium stellen die Abgaswerte dar, der Ofen die sog. Stufe 2 der 1.BimSchV erfüllen. Ab 2015 trat sie in Kraft, hier wurden die Abgaswerte noch einmal verschärft.
Pfeil Kaufen Sie nur eine zugelassene und geprüfte Feuerstätte mit CE-Zeichen, Vorsicht bei Internet-Auktionen bzw. günstigen Gebraucht-Öfen.
Pfeil Bedenken Sie bei der Aufstellung der Feuerstätte ausreichende Brandschutzabstände zu brennbaren Baustoffen - Herstellerunterlagen und Feuerungsverordnung beachten! Grundsätzlich gelten als Sicherheitsabstand mind. 40 cm von Ofen und Rauchrohr zu brennbaren Bauteilen.
Pfeil Sorgen Sie bei brennbaren Böden für ein nichtbrennbares Vorgelege vor der Feuerraumtüre (z.B. Bodenblech oder Glasplatte). Maßgeblich ist die Feuerungsöffnung. Der nichtbrennbare Belag erstreckt sich 50 cm nach vorne sowie je 30 cm zur Seite.

Pfeil Beachten sie, dass sie einen Ofen kaufen, der dem Wärmebedarf ihres Aufstellungsortes entspricht.
Eine höhere Nennwärmeleistung ist problematisch, weil Holzöfen im Teillastbereich schlechtere Abgaswerte erzielen. (Der Kaminkehrer ist verpflichtet das zu kontrollieren)

Welche Brandschutzabstände gelten bei Kaminöfen?

Pfeil Grundsätzlich sind alle Anforderungen in der Aufstellanleitung des Herstellers angegeben. Ist diese nicht zur Hand hilft ihnen oft das Typenschild (meist an der Rückseite) weiter.
Falls sie noch keinen Ofen gekauft haben sind sie mit den Abständen, die in der Feuerungsverordnung geregelt sind gut beraten.
Hinten und an den Seiten werden hier 40 cm gefordert und im Stahlungsbereich der Feuerstätte (Sichtscheibe) 80 cm.
Vom Verbindungsstück (Rauchrohr) des Holzofens gelten 40 cm Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen.

Kann ich mehrere Feuerstätten an einem Kamin anschließen?

Pfeil Von den örtlichen Gegebenheiten wie Kaminhöhe, Kamindurchmesser, Anzahl und Lage und Leistung der einzelnen Feuerstätten ist es abhängig ob eine zusätzliche Feuerstätte angeschlossen werden kann.
Bei Pellets Zimmeröfen ist es in der Regel problematisch, weil Feuerstätten mit Gebläse einen eigenen Schornstein benötigen.
Durch eine vor Ort Beratung im Vorfeld könne etwaige Fehler vermieden werden.

Ofen und Lüftungsanlage, ein Problem?

Der Hersteller der Lüftungsanlage legt selbst in der Zulassung (DIBT) fest wie mit Holzöfen umzugehen ist.
Zumeist wird jedoch klar beschrieben, dass eine Kombination aus Lüftungsanlage und Holzofen nur mit einer Sicherheitseinrichtung mit Zulassung gestattet ist (Druckwächter).
Wichtig ist es immer die Zulassungen von dem Holzofen und der Lüftungsanlage anzufordern.
Die Hersteller und Vertreiber sind verpflichtet dem Verwender die Zulassung in Kopie zur Verfügung zu stellen.

 

Dunstabzugsanlagen  erzeugen einen erheblichen Unterdruck im Haus.
Hierzu regelt die Feuerungsverordnung im §4:
(2) Die Betriebssicherheit von raumluftabhängigen Feuerstätten darf durch den Betrieb von
Raumluft absaugenden Anlagen wie Lüftungs- oder Warmluftheizungsanlagen, Dunstabzugshauben,
Abluft-Wäschetrockner nicht beeinträchtigt werden. Dies gilt als erfüllt, wenn
1. ein gleichzeitiger Betrieb der Feuerstätten und der Luft absaugenden Anlagen durch Sicherheitseinrichtungen verhindert wird,
2. die Abgasabführung durch besondere Sicherheitseinrichtungen überwacht wird,
3. die Abgase der Feuerstätten über die Luft absaugenden Anlagen abgeführt werden oder
4. anlagentechnisch sichergestellt ist, dass während des Betriebs der Feuerstätten kein
gefährlicher Unterdruck entstehen kann.

In der Praxis wird meistens ein Fensterkontaktschalter verbaut, der verhindert, dass die Dunstabzugsanlage betrieben werden kann ohne dass ein Fenster gekippt ist:
https://www.youtube.com/watch?v=6GjWPxqaHx8

Video Dunstabzugsanlage: https://www.youtube.com/watch?v=fKhjh7937O4

Wann müssen alte Holzöfen erneuert werden?

Ihre Einzelraumfeuerstätten wurden in den letzten Jahren vom Kaminkehrer eingestuft. Dabei haben sie eine Bescheinigung erhalten in der genau beschrieben ist wie es sich mit ihrem Holzofen verhält. Grundsätzlich gilt für alle zu erneuernden/ertüchtigenden folgende Übergangsfrist:

1. BimSchV§ 26 Übergangsregelung für Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe. Die Anforderungen gelten nicht für: 1. Nichtgewerbliche genutzte Herde und Backöfen mit einer Nennwärmeleistung unter 15 KW 2. Offene Kamine 3. Grundöfen 4. Einzelraumfeuerungsanlagen in Wohneinheiten, deren Wärmeversorgung ausschließlich über diese Anlagen erfolgt, sowie 5. Einzelraumfeuerungsanlagen welche vor dem 1.Jan. 1950 hergestellt oder errichtet wurden.